Geld sparen: Junge Deutsche tun es überdurchschnittlich häufig
Von wegen “nach mir die Sintflut”: nach einer Umfrage unter jungen Menschen in Deutschland sparen diese im Schnitt mehr als 20% ihres Einkommens.
Und damit liegen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Alter 14-25) in der Spar-Quote deutlich über dem deutschen Durchschnittshaushalt, der nur etwas mehr als 10% für Geldanlagen zurückhält.
An der Umfrage nahmen Schüler, Azubis, Studenten und natürlich auch bereits berufstätige Personen teil.
Die Einkommensquellen sind entsprechend recht unterschiedlich: Taschengeld, Nebenjob, Ferienjob, Ausbildungsgeld oder bereits Lohn und Gehalt.
Im Durchschnitt kommen dabei im Monat 480 Euro zusammen, wovon knapp 100 Euro gespart werden.
Zu unterstreichen ist auch die Tatsache, das die jungen Menschen keine Gelegenheits-Sparer sind, sondern sehr regelmäßig Geld sparen.
Wenn das Geld zur Bank gebracht wird, setzen sie auf einfache Geldanlagen, in vielen Fällen auf das Sparbuch oder ein Tagesgeldkonto. Also Anlageformen, bei denen das Geld auch schnell wieder verfügbar ist. Langfristige Spareinlagen oder die Investition in Aktien oder Fonds spielen nur eine untergeordnete Rolle.
Die 14- bis 25-Jährigen sparen in erster Linie - wer würde etwas anderes vermuten - um sich grössere Anschaffungen leisten zu können. Die Top-Kandidaten sind: Führerschein, Auto und Reisen.
Jeder Dritte spart aber auch ganz konkret für Ausbildung, Studium oder Praktika.
Und nur etwas weniger junge Menschen (24%) sparen bereits für die Altersvorsorge.
Fazit:
Natürlich ist es oft so, das diese jungen Menschen kaum nennenswerte laufende Kosten haben (vielleicht mal von der Handy-Rechnung abgesehen
), z.B. weil sie noch zuhause wohnen.
Andererseits finde ich das Spar-Vehalten trotzdem bemerkenswert. Die Umfrage macht deutlich, das sich die jungen Menschen sehr wohl Gedanken um ihre finanzielle Zukunft machen. Und nicht - wie oft von den Bewohnern von Haushalten mit niedigerer Spar-Quote behauptet - ihr Geld einfach zum Fenster rauswerfen.
Bleibt zu beobachten, ob sich die Banken für diese Zielgruppe mal etwas mehr als nur das Sparbuch mit 1% Zins einfallen lassen.
