Der Dispo
Der Dispo wird häufig in einem Atemzug mit dem Girokonto genannt. Tatsächlich gibt es den Dispo (offiziell: Dispositionskredit oder auch Dispo-Kredit) nur auf dem Girokonto.
Er dient dazu, kurzzeitige Ausgaben-Spitzen abzufangen ohne das der Konto-Inhaber gleich einen Kredit beantragen muss, um seine Schulden zu decken.
Der Dispo-Kredit wird also bei Bedarf automatisch gewährt.
Aber Achtung: bei manchen Banken wird der Dispo nicht automatisch zur Verfügung gestellt! Fragen Sie also bei der Konto-Eröffnung konkret nach und bestätigen Sie ggf. die Anlage eine Dispo-Rahmens.
Dieser Dispo-Rahmen bewegt sich in der Regel zwischen 1 und 2 Netto-Gehältern. Es können bei entsprechenden Vorgaben aber auch 3 oder mehr sein - entsprechende regelmäßige Geldeingänge vorausgesetzt.
Allerdings macht das dann nicht mehr viel Sinn, denn wenn Sie sich mehr Geld von der Bank leihen wollen, dann sind Sie mit einem Klein-Kredit besser beraten, da die Zins-Kosten niedriger sind.
Der Dispo ist wirklich nur dazu da, unerwartete Kosten wie z.B. eine spontane Urlaubsreise oder eine teure Autoreparatur abzufedern. Wenige 100 Euro, mehr sollte das Girokonto ohnehin nicht ins Minus kommen.
Bitte beachten Sie, das der Dispo-Zins eigentlich immer über dem “normalen” Kredit-Zins liegt.
Wenn Sie dann noch Ihren Dispo überziehen, zahlen Sie Überziehungszinsen die deutlich über 15% liegen können.
Das wird schnell sehr teuer und ist entsprechend in jedem Fall zu vermeiden.
Tipp: falls Sie längerfristig mit Ihrem Girokonto im Minus sind, lohnt es sich, über eine Umschuldung auf einen Raten-Kredit nachzudenken, um die höheren Kosten beim Dispo-Zins zu sparen.
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