Das Online-Banking

Fakten zu Ihrem Bank-Geschäft im Internet

 

Online-Banking beschreibt alle Vorgänge, bei denen Sie über das Internet mit Ihrer Bank in Kontakt treten und dort in einem geschützten Bereich Zugang zu Ihren persönlichen Daten bekommen.
Hier kann der Kunde dann z.B. seinen Kontostand prüfen oder eine Überweisung machen.

Dazu benötigen Sie im Normalfall nur einen gängigen Internet-Browser (z.B. Internet Explorer oder Mozilla Firefox), mit dem Sie auch sonst im Internet unterwegs sind.
Ihre Aktionen beim Online-Banking werden verschlüsselt, so dass eine maximale Sicherheit gewährleistet ist.
Es soll aber nicht verschwiegen werden, daß es auch hier - wie bei jedem Surfen im Internet - Möglichkeiten für Betrug und Spionage gibt. Dazu weiter unten mehr.

Den Zugang zum geschützten Bereich des Online-Banking erhalten Sie über einen Zugangsnamen (nicht notwendigerweise Ihr eigener Name) und ein Passwort.
Sollten Sie Transaktionen wie etwa eine Überweisung oder Umbuchung durchführen wollen, werden ausserdem sog. TAN’s (Transaktionsnummern) abgefragt, um die Sicherheit Ihres Bankgeschäfts noch weiter zu erhöhen.
Diese TAN’s erhalten Sie blickdicht per Post und können jeweils nur ein einziges Mal verwendet werden.

Die Vorteile des Online-Banking liegen ganz klar auf der Hand: Sie haben jederzeit Zugriff auf Ihre Bankdaten und können bequem von zuhause aus z.B. Online-Überweisungen durchführen oder sich einen Kontoauszug ausdrucken.
Diese und noch weitere Vorteile (Kontenübersicht, Aktiendepot-Verwaltung etc.) überzeugen im Moment schon mehr als 40% der Bankkunden in Deutschland.

Der Online-Banking Service ist das Herzstück jeder modernen Bank. In ZUkunft werden die weitaus meisten Menschen ihre Bank-Geschäfte per Internet erledigen. Eventuell vorhandene Sicherheitslücken und dadurch entstehender Schaden beim Kunden würden für die Bank nicht nur einen erheblichen Image-Verlust bedeuten, sondern sie beim Zukunftsgeschäft auch mächtig zurückwerfen.

Deshalb setzen die Banken alles daran, die Sicherheit beim Online-Banking auf dem höchstmöglichen Niveau zu halten. Und tatsächlich versuchen die Hacker und andere Cyber-Kriminelle meist gar nicht erst, sich direkt Zugang zum Bank-Computer zu verschaffen. Die Erfolgsaussichten sind gleich null.
Die Sicherheitslücken befinden sich also in den allermeisten Fällen beim Bankkunden. Oder besser gesagt auf seinem Computer.

So wird Online-Banking für Sie eine sichere Sache

Wenn Sie ein paar einfache Regeln beachten, steigern Sie Ihre Sicherheit beim Online-Banking (und generell beim Internet-Surfen) erheblich.

  • Versuchen Sie die Software auf Ihrem Computer so aktuell wie möglich zu halten.
  • Das gilt vor allem für das Antivirenprogramm. Ein veralteter Virenschutz ist fast so schlecht wie gar keiner. Wer Online-Banking macht braucht Aktualität bei Betriebssystem, Browser, Antivirenschutz und ggf. Firewall.
    Warum ist der Antivirenschutz so wichtig? Natürlich gibt es auf der Bank-Seite keine Viren. Aber sonst tummeln sich diese Schadprogramme überall im Netz. Ohne Schutz können Sie sich schnell einen oder mehrere “einfangen”. Manche Viren spionieren Ihre Dateneingaben aus oder durchsuchen Ihren Computer nach vertraulichen Informationen. Ich denke, jetzt sehen Sie den Zusammenhang zum Online-Banking.

  • Achten Sie auf eine verschlüsselte Verbindung beim Online-Banking.
  • Das können Sie am besten am Anfang der Adresszeile erkennen (https:// statt nur http://) und am Schloß-Symbol unten rechts. Wenn eines von beiden fehlt, ist die Verschlüsselung fraglich und Sie sollten dann kein Online-Banking machen und Ihre Bank kontaktieren. Sie sollten übrigens auch auf allen Onlineshop-Seiten auf die Verschlüsselung achten!

  • Geben Sie nie Ihre Zugangsdaten oder TAN’s an Dritte weiter. Ihre Bank würde Sie niemals danach fragen!
  • Diese als Phising-Attacken bekannt gewordenen Datenklau-Versuche kommen gerne als Email daher. Sie sehen oft tatsächlich aus wie eine offizielle Mail der Bank. Sie verraten sich aber durch schlechtes Deutsch oder eben die direkte Aufforderung, vertrauliche Daten anzugeben.
    Seltener kommt es vor, dass Sie gar nicht auf der Seite Ihrer Bank landen, sondern auf der Seite des Betrügers (obwohl Sie die korrekte Adresse eingegeben haben). Wenn Ihnen irgendwas ungewöhnlich erscheint oder die Verschlüsselungszeichen (siehe oben) fehlen, dann informieren Sie umgehend Ihre Bank.

  • Überlegen Sie sich, ob Sie für das Online-Banking nicht zu einer kleineren Bank wechseln.
  • Grund: kleinere Banken bieten meist genauso hohe Sicherheitsstandards wie z.B. die Deutsche Bank oder die Postbank. Sie sind aber andererseits aufgrund der deutlich kleineren Kundenzahl kein lohnenswertes Ziel für Online-Hacker.

Wenn Sie diese Regeln im Kopf behalten, steht einem stressfreien und komfortablen Online-Banking nichts im Wege.
Seien Sie misstrauisch, aber vertrauen Sie auch auf die heutigen technischen Möglichkeiten.
In 3 von 4 Fällen liegt der Grund für einen erfolgreichen Betrugsversuch beim Online-Banking Nutzer und nicht an der Technik.
Das soll Sie jetzt aber nicht entmutigen, sondern Ihnen nur nochmal zeigen, wie wichtig es ist, oben genannte Regeln zu beachten.
Mit ein wenig Aufmerksamkeit, regelmäßigen Software-Updates und einem verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten können Sie alle Online-Banking Möglichkeiten ohne Reue nutzen.

Autor: Girokonto/Dispo/Kredit Redaktion
Datum: 5.10.2010
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